Jeder Infrarotstrahlungstyp (IR-A, -B und -C) hat seine Wirkung:
IR-A-Strahlung
Diese Form der Infrarotstrahlung dringt sehr tief in die Haut ein. Sie kommt zum einen in der refraktiven Chirurgie zum Einsatz (= Augenlaserung). Zum anderen dient sie auch als Kombinationstherapie in der Krebsbehandlung in Form der Infrarot-A-Hyperthermie, einer gezielten Überwärmung bestimmter Körperpartien: Dabei kommt die Strahlung bei oberflächennahen, erheblich bestrahlten und nicht operablen Tumoren zur Anwendung, wenn diese auf eine Chemo- und Hormonbehandlung resistent reagieren. Auch die Industrie wendet diesen Strahlentyp an, zum Beispiel zum Einbrennen von Pulverlack. Im Haushaltsbereich kennen wir die Infrarot-A-Strahlung in Form eines Infrarotgrills.
IR-B-Strahlung
Dieser Strahlungstyp erreicht die Lederhaut und erwärmt dort die Kapillaren, die äussersten Blutgefässe. Erst dadurch ist Tiefenwärme und eine therapeutische Tiefenwirkung überhaupt möglich, ohne dass Reizungen wie bei der IR-A-Strahlung entstehen. Beim Kauf einer Infrarotkabine/Infrarotsauna sollte dieser Strahlungstyp vorhanden sein, wenn Sie eine therapeutische Tiefenwirkung erzielen möchten.
IR-C-Strahlung
Eine sehr geringe Eindringtiefe in den Körper hat indes das IR-C: Es wärmt bloss die Oberhaut auf, weshalb keine Tiefenwirkung stattfindet. Trotzdem überwiegt der Anteil der IR-C-Strahlung auf der Erde. Die langwellige Strahlung sorgt unter anderem für die Oberflächentemperatur auf der Erde (Gebäude, Strassen, Natur usw.), wodurch sich die vorbeifliessende Luft aufwärmt. Hat eine Infrarotkabine/Infrarotsauna nur diesen Strahlungstyp, entfaltet sie keine Tiefenwirkung.